Gemeindereferentinnen Bundesverband

Osnabrück lud zur Herbstbundesversammlung ins Kloster Ohrbeck ein

von Thomas Jakob

Ungefähr dreißig Minuten Busfahrt trennten die Delegierten noch nach langer Bahnanreise bis zum Tagungsort Kloster Ohrbeck im Stadtteil Holzhausen von Georgsmarienhütte, südlich von Osnabrück. Endlich angekommen, erwartete sie jedoch ein imposantes Kloster oberhalb des Dorfes.

Doch es war nicht die Idylle, die die Delegierten nach Ohrbeck lockte: Schon zu Beginn der Tagung schlug es wie ein Blitz in die Versammlung ein. Ausgerechnet auf der Tagung im Osnabrücker Land bat der neugegründete Osnabrücker Berufsverband um Aufnahme in den Bundesverband. Lange Jahre des Ringens und Werbens innerhalb der Gruppe der Osnabrücker Gemeindereferenten hatten ein paar Unermüdliche nicht aufgeben lassen. Keine Frage, dass dieses Durchhalten mit einer einstimmigen Zustimmung der Versammlung honoriert wurde. Nun endlich konnte ein weiterer weißer Fleck auf der Landkarte des Bundesverbandes verschwinden. Auch wenn kein Osnabrücker Neumitglied dabei sein konnte, stieß die Versammlung am Abend gerne mit einem Glas Sekt auf dieses historische Ereignis an.

Andere Diözesanverbände hätten sich über so viel Aufschwung gefreut.

Die Berichte aus den Diözesen offenbarte die Fragen vieler Diözesanverbände: "Werden wir einen neuen Vorstand finden? Wie können wir für den Berufsverband für die jungen Kollegen und Kolleginnen attraktiv machen? Was ist das Kernthema unseres Diözesanverbandes?"

Fragen, die es auf Bundesebene offensichtlich nicht gibt. Der Bundesvorstand konnte wieder eindrucksvoll von seinen Außenvertretungen und Kontakten erzählen. Die Berufsgruppe der Gemeindereferenten findet über den Bundesvorstand selbst bis ins ZDK Gehör. Auch der DKV wandte sich an den Vorstand und fragte nach Kollegen, die über spannende Projekte und Praxisfelder etwas schreiben könnten.

Allein diese Netzwerkarbeit für unsere Berufsgruppe ist ein Grund Mitglied im Berufsverband zu sein, da ist sich die Versammlung einig.

Schwerpunktthema dieses Treffens war die Arbeit an einer Umfrage, die 2015 gestartet werden soll. Bundesweit werden die Gemeindereferenten/-innen zu ihren Erfahrungen befragt. Schon wieder eine Umfrage, werden einige stöhnen. Das Ziel dieser Umfrage ist es, Erfahrungen aus der Praxis für die Revision der Rahmenstatuten 2011 ins Spiel zu bringen, die die Kommission 4 der Bischofskonferenz nach einigen Jahren in 2016 noch mal kritisch überprüfen will. Auch hier ist der Bundesverband ein ausdrücklich erwünschter Mitdenker. Die Versammlung konnte dem Vorstand eine Menge an Anregungen mit auf den Weg geben, damit die Umfrage zu einem Erfolg wird.

Bei so viel Geistesarbeit durfte natürlich die Kultur und der Spaß nicht zu kurz kommen. Nach der offiziellen Tagung bestand wie immer die Möglichkeit noch am Ort zu bleiben. Am Samstagabend erfuhren die Dagebliebenen, dass Wein nicht nur südlich von Koblenz und Bier nicht nur in Bayern eine wichtige Rolle spielt, sondern höchst unterhaltsam, dass beide Getränke auch in Osnabrück schon vor vielen Jahren wahlentscheidend und überlebenswichtig waren.

Was allerdings der Zusammenhang zwischen einem Kakaogetränk und einem  nicht gemähten Rasen ist, kann in der Kürze an dieser Stelle nicht erläutert werden.

Noch Fragen, Einwürfe und Anmerkungen? Nein? Danke!