Gemeindereferentinnen Bundesverband

Infos von der Mitgliederversammlung 2016

von Christian Zengelre

Die Vorsitzende Gudrun Schraml berichtete über die Tätigkeiten des Berufsverbandes im vergangenen Jahr.

  • Dazu gehörte ein Workshop beim GR-Tag zum Thema „Kirche im Umbruch – Suche nach einer Pastoral der Zukunft“. Der Workshop fand positive Beachtung, viele Kolleg/innen schauten vorbei, es entstanden gute Gespräche. Wichtig war es uns, als Verband Präsenz zu zeigen und somit wahrgenommen zu werden.
  • Auf Anregung von uns als Berufsverband werden inzwischen die Stellenwechsel aller pastoralen Mitarbeiter/innen im Amtsblatt veröffentlicht.
  • Wir nahmen an der Umfrage des Bundesverbandes teil und haben diese Umfrage an alle Kolleg/innen in der Diözese weitergeleitet. 31 Personen haben sich beteiligt. (Anmerkung: Ab 50 Teilnehmern hätte es eine eigene diözesane Auswertung durch den Bundesverband gegeben.)

 

Wir schauten uns daraufhin verschiedene Schwerpunkte der Umfrage an und kamen darüber miteinander ins Gespräch. Folgende Schwerpunkte wurden ausgewählt:

a) Tätigkeitsfelder: Die meisten GR sind aktiv in Liturgie, Gremienarbeit, Katechese. Als vierter Punkt wird Zeit für Unvorhergesehenes genannt. (vgl. Magazin Ausgabe 2015/3 S.11)

In einem eigenen Punkt wurde nach drei Bereichen gefragt, die oft nicht automatisch zum Auftrag gehören (S.12):

-          Im Bereich Beerdigung sagen 30%, dass sie beerdigen. Ca. 50% sind interessiert oder wären bereit, dies zu tun.

-          Im Bereich Predigt in der Eucharistiefeier sagen 29%, dass sie das dürfen. Ca. 50% sind interessiert oder wären bereit. 20% sind nicht interessiert.

-          Und im Bereich Gemeindeleitung geben 28% an, dass sie darin aktiv sind. 49% sind interessiert oder wären bereit. 23% sind nicht interessiert.

Feststellungen: In diesen Bereichen ist großes Potential an Bereitschaft in der Berufsgruppe der GR vorhanden! Wir stellen uns die Frage, ob auf Dauer die Gefahr von Frustration für den Beruf wächst, wenn kein Einsatz in diesen Bereichen möglich sein wird.

b) Kooperation: Folgende Probleme der Kooperation unter den Berufsgruppen werden als erstes genannt (S.16): Mangelnde Kommunikation; Rangordnung durch Weihe und Ausbildung; hierarchisches Denken; unterschiedliche Vorstellungen.

Zu Einzelfragen der Kooperation s. S.17

Feststellungen: Häufig stellen schwierige Vorgesetzte, die ihren Leitungsaufgaben nicht gewachsen sind, ein Problem dar.

c) Attraktivität: Zu den Voraussetzungen für die Attraktivität unseres Berufes s. S.21. Im Bereich der Ausbildung sieht ein großer Teil der GR (ca.90%) die Notwendigkeit von Masterstudiengängen (S.18).

Bei der Frage, ob sie in 10 Jahren noch GR sein wollen, antworten knapp 48% mit Ja, auf jeden Fall und 40% mit Ja, wenn sich Kirche positiv weiterentwickelt; nur 12 % sagen eher nicht oder auf keinen Fall (S.24).

Feststellungen: Wir sind mit den Angeboten unserer Diözese für unsere Berufsgruppe recht zufrieden (Aus- und Fortbildung, Orientierungszeit, usw.).Viele arbeiten gern in den Pfarreien/gemeinschaften. Bei den Masterstudiengängen stellt sich uns aber die Frage, was ein Master bringt, wenn keine beruflichen Weiterentwicklungsmöglichkeiten bestehen! Ist eine Bachelor-Ausbildung ausreichend für die Tätigkeit als GR? Gibt es in Zukunft durch die verschiedenen Ausbildungen evtl. GR erster und zweiter Klasse?

d) Grundordnung: Was die Anstellung geschieden-wiederverheirateter GR betrifft, gibt es ein deutliches Signal: 78,5% sagen dazu Ja, auch im pastoralen Dienst.

Bei der Anstellung von Kolleg/innen in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften sagen 66% Ja, auch im pastoralen Dienst, 18% in Einzelfällen.

Feststellung: Diese deutliche Zustimmung ist den Arbeitgebern unangenehm aufgefallen.

Fazit: Der Berufsverband bemüht sich um einen Austausch mit der Personalabteilung über die Umfrageergebnisse.

Am GR-Tag in Dillingen soll die Umfrage vorgestellt werden.