Gemeindereferentinnen Bundesverband

Zwischen Burnout und Kirchenkabarett

von Andreas Klaukien

Im Rahmen der Diözesantage Gemeindereferentinnen und - referenten im Bistum Hildesheim feierte der Berufsverband in diesem Jahr sein 20 jähriges Bestehen.

Ca. 30 Kolleginnen und Kollegen kamen zur Vollversammlung in die Jugendbildungsstätte des Bistums Hildesheim auf dem Wohldenberg. Mit Sekt und Brötchen erinnerten sich die Anwesenden an die zurückliegenden Jahre und die Ereignisse, die in Erinnerung geblieben waren. 11 der 22 Gründungsmitglieder vom März 1992 waren bei dieser Versammlung immerhin anwesend unter Ihnen auch die ehemalige Vorsitzeden Miriam Sacha, die über 15 Jahre die Geschicke des Verbandes mit viel Engagement geleitet hatte.

Der Vorstand, mit Wiltrud Hartmann, Werenfried Feld und Thomas Schenk, hatte sich schon lange Gedanken zur Gestaltung des Tages gemacht und forderten die Mitglieder auf, wichtige Momente und Ereignisse noch einmal zu benennen. Wichtige Punkte waren u.a. die Vorbereitungen zur Gründung des Verbandes, die durch viele Vorbereitungstreffen gekennzeichnet war. Alle benannten die Demonstration anlässlich des Ausstieges des Bistums aus der Ausbildung und des Einstellungsstopps im Jahr 2004. Hier hatten sich viele Kolleginnen und Kollegen bei schlechtem Wetter auf dem Domplatz versammelt um ihre Wut und Betroffenheit zum Ausdruck zu bringen.

Die Diözesantage waren danach vom Thema „burn-out" geprägt. Den Einstiegsimpuls hielt Prof. Dr. med. Frank-Gerald Pajonk, der das Symptom aus seiner Sicht beschrieb. In Workshops wurde das Symptom des „burn-out" näher beleuchtet und Strategien zur Verhinderung vorgestellt. In ernsthafter Atmosphäre wurde hier sehr gut zum Thema gearbeitet.

Ein Höhepunkt war der Auftritt von Kabarettistin Ulrike Böhmer, die am Dienstagabend vor den versammelten Kolleginnen und Kollegen, als Erna Schabiewsky auftrat und ihr aktuelles Programm vorstellte. Sie war in Zusammenarbeit vom Berufsverband und der Diözesanreferentin Katrin Müller eingeladen worden. In einem ausgereiften Bühnenprogramm nahm die ehemalige Kollegin aus dem Erzbistum Paderborn so manche Entwicklung in der katholischen Kirche auf die Schippe und trug so zum Gelingen der gesamtem Diözesantage bei. Dabei brachte Sie auch der anwesende Personalchef und Weihbischof Heinz-Günter Bongartz nicht aus der Ruhe, im Gegenteil, er wurde kurzerhand in das Programm eingebaut.

Das während dieser Tage fünf Kolleginnen neu im Berufsverband willkommen geheißen werden konnten ist ein positiver Nebeneffekt, der für die Zukunft des Hildesheimer Berufsverbandes Mut macht.

Mitglieder des Berufsverbandes Hildesheim in geselliger Runde bei Brötchen und Sekt.
Der Berufsverband Hildesheim feierte sein 20-jähriges Bestehen
In einer Schale werden Edelsteine gesammelt.
Langjährige Mitglieder benennen Edelsteinmomente aus 20 Jahren Berufsverband
Ulrike Böhmer nach ihrem Auftritt im Kreis des Berufsverbandes Hildesheim
Ulrike Böhmer nach ihrem Auftritt im Kreis des Berufsverbandes Hildesheim