Willkommen beim Gemeindereferentinnen Bundesverband!

Marie-Simone Scholz

Mein Name ist Marie-Simone Scholz. Ich bin 45 Jahre alt und wohne mit meiner Familie in Oerlinghausen. Seit dem Jahr 2000 bin ich im Erzbistum Paderborn als Gemeindereferentin tätig. Zurzeit bin ich mit einer 50% Stelle eingesetzt im Pastoralen Raum Gütersloh mit ca. 30.000 Katholiken, zwei Pfarrgemeinden und 11 Kirchorten. 

Seit vielen Jahren bin ich aktiv im Berufsverband der Gemeindereferent*innen, zunächst auf Diözesanebene, dann auch als Delegierte im Bundesverband. Die Delegiertenversammlung war es dann auch, die mich im November 2019 als Vertreterin des Bundesverbandes für den Synodalen Weg gewählt hat. 

Seit meinem Dienstantritt habe ich in vielen unterschiedlichen Aufgabenschwerpunkten gearbeitet, und tue dies immer noch, und auch immer noch auf Gemeindeebene: Erstkommunion- und Firmvorbereitung, Begleitung von Pfarrgemeinderäten, Leitung von Gottesdiensten, religionspädagogische Angebote in Kindergärten und Schulen, usw. Ich bekomme mit, wie es im Kirchenvolk brodelt. Ich leide darunter, dass viele gehen, weil sie in dieser Kirche keine Heimat mehr finden. Und ich ärgere mich darüber, dass von den Entscheidungsträgern keine wirklichen und grundlegenden Maßnahmen ergriffen werden, auf diese Entwicklung zu reagieren. 
Ich möchte mich beim Synodalen Weg besonders für mehr Partizipation und weniger Machtausübung einsetzen. Jedes Kirchenmitglied sollte die Möglichkeit haben, sich an Entscheidungsprozessen zu beteiligen, mit demokratischen Mitteln. Wichtige Positionen und Leitungsfunktionen sollten durch einen transparenten Prozess und unabhängig von Geschlecht oder Weihe besetzt werden. Menschen möchten Verantwortung übernehmen und Sinnvolles tun. Das muss in Zukunft ernst genommen werden. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass in der Kirche eine Form der Gewaltenteilung praktiziert wird, die es allen Gläubigen ermöglicht, ihre Berufung zu finden und ihr auch folgen zu können. 

Wenn ich positiv denke, dann wird sich die Kirche in Deutschland in zehn Jahren durch den Synodalen Weg gewandelt haben, hin zu einer mitgliederorientierten, partizipativen, offenen Glaubensgemeinschaft. 
Wenn ich negativ denke, dann wird die Kirche in Deutschland in zehn Jahren in der Bedeutungslosigkeit verschwunden sein und nur noch halb so viele Mitglieder haben wie heute.