Share this emailCopy the public link or share it on your favorite channel.
Im Browser anzeigen

Herzlich willkommen ...

Künstliche Intelligenz ist längst kein Thema mehr nur für Technikbegeisterte – sie prägt zunehmend unseren Alltag. Auch in der Kirche stellt sich die spannende Frage: Welche Chancen und Grenzen bietet KI für Pastoral und Seelsorge?

Darüber wollen wir ins Gespräch kommen!

Der Diözesanverband Paderborn lädt gemeinsam mit dem Bundesverband der Gemeindereferent:innen herzlich ein zur hybriden Podiumsdiskussion:
🗓 Termin: Montag, 16. März 2026
⏰ Uhrzeit: 19:00 Uhr
📍 Ort: Live auf dem YouTube-Kanal des Berufsverbands Gemeindereferent(inn)en
👉 Hier geht’s direkt zum Livestream

Freuen Sie sich auf spannende Impulse, praxisnahe Beispiele und Austausch darüber, wie KI unsere kirchliche Arbeit bereichern kann.

Abonnieren Sie gerne den YouTube-Kanal – so verpassen Sie keine Veranstaltung!

Themenschwerpunkt: Künstliche Intelligenz

In vielen Pfarreien und Gemeinden wird bereits ausprobiert, wie KI helfen kann, die begrenzten Ressourcen besser einzusetzen, Routinen zu entlasten und mehr Zeit für das zu gewinnen, worum es im Kern geht: die Menschen und das Evangelium.

KI ersetzt nicht die Seelsorge, aber sie kann ein neues Werkzeug im pastoralen Werkzeugkasten sein. Wir möchten hier ein paar Impulse zum Wie und Wo diskutieren:

Entlastung im Pfarrbüro und in der Gremienarbeit


Im Pfarrbüro und in den Gremien entstehen viele Texte: E-Mails, Protokolle, Konzepte, Einladungen. KI kann hier helfen, erste Entwürfe zu formulieren, lange Texte zusammenzufassen oder Formulierungen zu vereinfachen. So wird aus einem handschriftlichen Stichwortzettel schneller ein lesbarer Brief oder aus einer Ideensammlung ein strukturierter Vorschlag für den Pfarrgemeinderat.

Auch bei der Jahresplanung von Gottesdiensten und Veranstaltungen kann KI unterstützen: Auf Basis festgelegter Zeiten, Orte und Feiertage kann ein erster Plan erstellt werden, der dann von den Verantwortlichen geprüft und angepasst wird. Die Verantwortung bleibt immer beim Menschen – aber der Weg dorthin wird kürzer.

Ein guter Auftakt für unsere Diskussion kann der folgende „Windhauch“-Podcast sein, der der Frage nachgeht, was KI in der Seelsorge leisten kann und dabei auch erklärt, wie KI grundsätzlich funktioniert.

Unterstützung bei Predigt, Liturgie und Öffentlichkeitsarbeit

Viele Seelsorgerinnen und Seelsorger nutzen KI inzwischen als „Sparringspartner“ bei der Predigtvorbereitung. KI liefert Ideen für Gliederungen, Beispiele oder alternative Formulierungen. Die geistliche und theologische Entscheidung bleibt dabei ganz bewusst beim Prediger oder bei der Predigerin.

Auch Fürbitten, Gebete oder kurze Meditationen für besondere Anlässe können mit Hilfe von KI schneller entworfen und anschließend pastoral angepasst werden. Ähnliches gilt für die Öffentlichkeitsarbeit: Texte für Homepage, Newsletter oder Social Media lassen sich mit KI schneller in eine passende Sprache und Länge bringen. Wichtig ist: KI ist ein Werkzeug – die Botschaft und Verantwortung bleiben bei uns.

Neue Möglichkeiten in Katechese, Kinder- und Jugendarbeit


In der Katechese und Jugendarbeit kann KI helfen, kreative Materialien zu entwickeln. Arbeitsblätter, Quizfragen, kleine Rollenspiele oder Rätsel zu biblischen Geschichten lassen sich in kurzer Zeit generieren und dann auf Alter, Zielgruppe und theologische Stimmigkeit hin überarbeiten.

Für Elternbriefe, Einladungen zur Erstkommunion- oder Firmvorbereitung oder Informationen zu Familiengottesdiensten kann KI Vorschläge machen, die sprachlich leicht zugänglich sind. So bleibt mehr Freiraum für das persönliche Gespräch mit Kindern, Jugendlichen und Eltern – dort, wo Beziehung und Vertrauen wachsen.

Seelsorge bleibt menschlich – KI mit klaren Grenzen

Immer wieder wird gefragt: Kann KI auch Seelsorge leisten? Hier ist eine klare Linie wichtig. KI kann helfen, sich auf schwierige Gespräche vorzubereiten, Fragen zu sortieren oder passende Bibelverse und Gebete zu finden. Sie kann jedoch kein Gegenüber im eigentlichen seelsorglichen Sinn sein.

Darum gilt: KI ist ein Werkzeug zur Unterstützung, nicht ein Ersatz für das persönliche Gespräch, das offene Ohr, das mitgehende Herz. Besonders bei Krisen, Trauer oder Schuld braucht es Menschen aus Fleisch und Blut, die präsent sind, mitschweigen, mittragen, mitbeten.

Leitlinien: Verantwortlich, transparent, menschenfreundlich


Damit KI in der Pastoral hilfreich bleibt, braucht es klare Leitlinien. Dazu gehören zum Beispiel:
  • Die Würde des Menschen steht immer im Mittelpunkt.
  • KI wird nur unterstützend genutzt, nicht zur Ersetzung von Beziehungen.
  • Sensible Daten (z.B. seelsorgliche Inhalte, personenbezogene Informationen) werden nicht in offene KI-Dienste eingegeben.
  • KI-generierte Inhalte werden sorgfältig geprüft und, wo sinnvoll, auch als solche kenntlich gemacht.
So kann KI dazu beitragen, die pastorale Arbeit zu stärken, ohne ihre Mitte zu verändern.

Einladung: Gemeinsam ausprobieren und lernen

Wir stehen mit KI in der Pastoral noch am Anfang. Vieles ist im Werden, manches muss sich noch bewähren. Darum möchten wir Sie und euch einladen, diesen Weg mitzugehen: mit Neugier, mit kritischen Fragen und mit einem wachen Blick auf die Chancen und Risiken.

Wir laden herzlich dazu ein über unser Form mitzudiskutieren: Wo hilft uns KI? Wo irritiert sie? Was braucht es, damit wir sie verantwortungsvoll nutzen können?

Deine Erfahrungen?

Im Austausch miteinander freuen wir uns auf eure Erfahrungen mit KI. Ihr findet in unserem Mitgliederbereich die Bereiche „Grundlagen KI“ und „Erfahrungen mit KI".
In den kommenden Ausgaben wollen wir uns vertieft mit Best Practices, aber auch mit Ängsten und Befürchtungen rund um KI in der pastoralen Arbeit beschäftigen. Doch auch hier darf selbstverständlich schon jetzt gern diskutiert werden.

Gebet für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz in der pastoralen Arbeit

Auch dieser Newsletter soll mit einem Gebetsvorschlag enden:

Guter Gott,
du hast uns geschaffen mit Verstand, Kreativität und Herz.
In unserer Arbeit gestalten wir dein Werk mit – Tag für Tag.

Nun verändert sich vieles: Maschinen lernen, Computer denken,
und oft wissen wir nicht, welchen Platz wir selbst noch haben.
Hilf uns, inmitten dieser Veränderungen nicht zu verzweifeln,
sondern Neues mit Hoffnung zu sehen.

Zeig uns, wie wir Verantwortung tragen können –
für Technik, die dient, nicht beherrscht.
Für Arbeit, die dem Leben dient, nicht nur dem Gewinn.
Für Menschen, die sich gegenseitig stützen,
wenn Sicherheit und klare Aufgaben verschwinden.

Schenke uns Mut, Vertrauen zu wagen,
Kreativität zu entfalten und Gerechtigkeit zu suchen.
Und lass uns immer wieder neu erkennen:
Unser Wert hängt nicht an dem, was wir tun,
sondern daran, dass wir deine geliebten Kinder sind.

Amen.