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Herzlich willkommen
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zur dritten Ausgabe unseres +Punkts „Bereichernde Katechese“.
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In den vergangenen Ausgaben wurde hinterfragt, wie Firmpastoral trotz wachsender Herausforderungen bereichernd bleiben kann und welche Erfahrungen aus der Praxis Mut machen. Diesmal richten wir den Blick auf die Jugendlichen selbst.
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Wer sitzt eigentlich heute in unseren Firmgruppen?
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Vielleicht kennen wir solche Antworten auf die Frage, warum Jugendliche sich firmen lassen möchten:
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Weil meine Eltern das möchten.
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Alle aus meiner Klasse gehen auch.
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Ich weiß es eigentlich gar nicht.
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Vielleicht bringt's ja etwas.
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Hinter diesen Antworten steckt oft mehr, als auf den ersten Blick sichtbar wird. Jugendliche wachsen heute in einer Welt auf, die von Unsicherheiten geprägt ist. Gleichzeitig suchen sie nach Orientierung, Gemeinschaft und Menschen, denen sie vertrauen können. Genau darauf weist auch die Shell Jugendstudie 2024 hin.
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Vielleicht lohnt es sich deshalb, nicht zuerst zu fragen:
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„Wie gestalten wir Firmvorbereitung?"
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„Wen begleiten wir eigentlich?"
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Die Shell Jugendstudie zeigt, dass viele Jugendliche heute trotz Krisen hoffnungsvoll in ihre Zukunft blicken. Besonders wichtig sind ihnen verlässliche Beziehungen, Familie und Freundschaften. Gleichzeitig möchten sie ernst genommen werden und ihr Leben selbst gestalten.
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Was bedeutet das für die Firmvorbereitung?
- Jugendliche wünschen sich Orientierung.
→ Vielleicht braucht es deshalb weniger perfekte Vorträge und mehr Gespräche über die Fragen, die sie wirklich beschäftigen.
- Jugendliche vertrauen Beziehungen.
→ Vielleicht erinnern sie sich später weniger an einzelne Themen als an Menschen, die ihnen aufmerksam begegnet sind.
- Jugendliche möchten mitgestalten.
→ Vielleicht dürfen wir ihnen in der Firmvorbereitung noch mehr Verantwortung übertragen und ihre Ideen ernst nehmen.
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Wenn du noch mehr dazu lesen möchtest, was Jugendliche bewegt, findest du hier den Link zur Zusammenfassung der aktuellen Studie über Werte, Einstellungen und Lebenswelten junger Menschen.
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Unsere Rolle verändert sich
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Wenn Jugendliche heute vor allem glaubwürdige Beziehungen suchen, verändert das auch unsere Aufgabe in der Firmvorbereitung.
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Viele Gemeindereferent:innen erleben, dass sie heute weniger als Expert:innen mit allen Antworten gefragt sind. Viel wichtiger wird die Fähigkeit, zuzuhören, Fragen auszuhalten und Räume für Begegnung zu eröffnen.
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Der Artikel „Resonanz statt Rollenklarheit" von Pastoraltheologin Clarissa Vilain , erschienen im Magazin für missionarische Pastoral (Ausgabe 1I 2025), beschreibt genau diese Entwicklung. Pastorale Beruflichkeit entsteht heute nicht allein durch eine klar definierte Rolle, sondern dort, wo Beziehungen wachsen und Menschen sich gesehen fühlen.
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Vielleicht ist genau das eine der wichtigsten Aufgaben in der Firmkatechese:
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Nicht jede Frage sofort beantworten zu müssen, sondern gemeinsam mit Jugendlichen auf dem Weg zu bleiben.
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Ausprobiert!
Nach den Ergebnissen der Shell Studie und dem Artikel zur neuen pastoralen Beruflichkeit stellt sich die Frage, wie man in Beziehung zu Jugendlichen kommt und die wahren und wichtigen Themen erfährt. Wie man in wirkliche Glaubensgespräche kommen kann. Eine Idee ist die leere Pinnwand.
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Versuche vielleicht beim nächsten Treffen einmal eine Pinnwand aufzustellen auf der sich nur eine Frage befindet: „ Was beschäftigt dich aktuell wirklich?“
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Anschließend können die Jugendlichen diese Frage auf Post- Its beantworten und die wahren Themen kommen somit zum Vorschein.
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Lass die Antworten zunächst einfach stehen und gehe erst nach kurzer Zeit ins Gespräch und frage vor allem nach, was damit gemeint ist. So können die Jugendlichen frei erzählen und erläutern, was sie bewegt. Über die Fragen und Erzählungen der Jugendlichen kommen dadurch vielleicht neue und andere Themen für die Firmkatechese. Vielleicht beginnt Glaubenskommunikation genau dort.
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Reflexionsfragen für dich, deine Glaubensgespräche und Firmkatechese
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- Welches Gespräch ist mir im Gedächtnis geblieben?
- Welche Frage hat mich überrascht?
- Wo habe ich Gottes Wirken in einer Begegnung gespürt?
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Weitere Ideen um in Glaubensgespräche zu kommen findest du unter dem Link:
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Austauschmöglichkeit im Forum
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Manchmal wissen wir auf manche Fragen keine Antwort oder Fragen gehen uns nach, sodass wir lange über sie nachdenken. Tausch dich gerne im Forum mit den anderen aus zu:
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Welche Fragen begegnen dir derzeit in der Firmvorbereitung?
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Was überrascht dich an Jugendlichen heute? Welche Erfahrungen hast du gemacht, wenn du ihnen mehr Raum für ihre eigenen Fragen gegeben hast?
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Abschlussgedanke
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Firmvorbereitung bedeutet heute vielleicht weniger, alle Antworten zu kennen.
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Sie bedeutet, Jugendlichen zu zeigen, dass der christliche Glaube ein Weg ist, auf dem Fragen ihren Platz haben. Vielleicht suchen junge Menschen gar nicht zuerst nach perfekten Konzepten. Vielleicht suchen sie Menschen, die ihnen zuhören, sie ernst nehmen und gemeinsam mit ihnen nach Gott fragen.
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Vergangene +Punkt-Ausgaben zum Nachlesen
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Inzwischen könnt ihr auf unserer Homepage alle bereits erschienenen Ausgaben unseres +Punkts nachlesen.
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Gebet
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Wie immer möchten wir unseren Newsletter mit einem Gebet abschließen:
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du kennst die Sehnsucht der jungen Menschen.
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Schenke uns offene Ohren,
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damit wir wirklich zuhören.
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damit wir Fragen nicht vorschnell beantworten.
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Jugendliche auf ihrem Glaubensweg zu begleiten,
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ohne ihnen den Weg vorzuschreiben.
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Lass uns immer wieder neu erfahren,
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dass dein Geist dort wirkt,
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wo Menschen sich ehrlich begegnen.
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Bei der Erstellung des +punkt kam KI-Unterstützung im Rahmen grammatikalischer Verbesserungen und sprachlichen Verfeinerungen zum Einsatz (ChatGPT). Die inhaltliche Verantwortung liegt in Zusammenarbeit mit der +Punkt-Redaktion bei mir als Autorin. Für externe Links übernehmen wir keine Haftung.
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Gemeindereferentin Giulia Hardieß
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